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17.8.2017 : 9:44 : +0200

Ein zentraler Aspekt unserer Schule: Deutsch, Englisch und Mathematik im Lernbüro

Das Lernbüro ist der Ort für das Lernen, für das Training und das Üben. Es setzt den Akzent auf den individualisierten, systematischen Erwerb von Qualifikationen in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch. Aufeinander aufbauende Bausteine sind das Pflichtprogramm eines jeden Schülers und einer jeden Schülerin.

 

Lernen ist ein individueller und aktiver Prozess, den jedes Kind selbst vollziehen muss. Dieser Prozess erlaubt ausdrücklich unterschiedliche Lerntempi, hängt niemanden ab, bremst aber auch niemanden. Nicht jeder macht jeden Schritt, schon gar nicht zur gleichen Zeit. Unterschiedliche inhaltliche und methodische Wege der Erarbeitung sind möglich. Das Grundprinzip des Lernbüros ist die innere Differenzierung. Sie besagt, dass jeder Schüler und jede Schülerin hier ihre eigenen Lernvorhaben plant, durchführt und reflektierend abschließt.

Einzel- oder Partnerarbeit Deutsch. Die restlichen Schüler sind in anderen Räumen und bearbeiten dort Englisch- oder Mathematikaufgaben.

 

Im Lernbüro sind auch gemeinsame Phasen nötig. So kann die Einführung in neue Themen gemeinsam im Klassenverband geschehen Solche gemeinsamen Phasen müssen aber nicht immer für alle Lernenden der Gruppe gegeben werden, sondern können auch für Teilgruppen erfolgen. Das kann je nach Differenzierung im Blick auf Lernstand, Thema oder Methode nötig sein.

Auch die Unterschiede, die sich durch die Phasen des Lernprozesses ergeben, führen zu verschiedenen Arbeitsorganisationen im Lernbüro: Lernen, Üben, Behalten bzw. Ergebnissicherung werden durch unterschiedliche Angebote und Materialien gestützt. Beim Neuerwerb von Kenntnissen und Verfahren wird der Anteil personaler Zuwendung größer sein. Z.B. wird die Einführung in das Bruchrechnen mit einem Fachlehrer erfolgen. In den nachfolgenden Phasen des Lernprozesses dominiert die individuelle Auseinandersetzung mithilfe der entsprechenden Aufgaben und Verfahren.

Die Rolle der Lehrer/innen verändert sich stärker in Richtung eines Lernberaters, der mit einzelnen Schüler/innen oder mit Kleingruppen Arbeitspläne und Arbeitsschritte bespricht, konkrete Fragen erläutert, Hilfen gibt und den jeweiligen Leistungsstand kontrolliert. Wichtig für das Lernbüro ist also eine besondere Ausstattung mit Arbeitstischen, Computerarbeitsplätzen sowie Materialschränken.

 

Wesentlicher Bestandteil der Arbeit im Lernbüro sind die Laufzettel für Deutsch, Mathematik und Englisch.

Den Arbeitsplan für eine Woche oder auch für einen längeren Zeitraum erstellen die Schüler/innen mithilfe der Lehrer/innen und zunehmend allein.

Ihre Arbeit dokumentieren sie im Logbuch. Täglich formulieren sie Ziele, die sie erreichen wollen, und am Ende der Stunde wird reflektiert, ob und warum die Arbeit im Lernbüro erfolgreich oder nicht erfolgreich war.

Im Logbuch wird geplant

 

Nach einem bestimmten Zeitraum muss eine Prüfung gemacht werden, um das nötige Diplom, das am Ende einer Einheit steht, zu erreichen.

 

Besondere Förderung für Leistungsstarke und Leistungsschwache

Im Lernbüro werden sowohl leistungsstärkere als auch leistungsschwächere Schüler/innen besonders gefördert und gefordert.

Lernstarke Schüler/innen können erweiterte Aufgaben bewältigen, Themen recherchieren und Literatur zu einem Thema suchen und bearbeiten.

Darüber hinaus können Schüler/innen gemeinsam an Problemlösungen arbeiten und so genannte  Experten- oder Helfersysteme bilden.

 Expertensystem: Schüler/innen können als Experten für bestimmte Aufgaben und Themen zuständig sein und sind dann primäre Ansprechpartner für diesen Bereich.

Helfersystem: Schüler/innen, die ihr Pensum geschafft haben, können ihren Mitschülern Themen erklären und dabei den gelernten Lernstoff wiederholen bzw. vertiefen.

 

Möglichkeit der Selbstkontrolle mithilfe spezifischer Arbeitsmaterialien

Eine zentrale Anforderung an die Materialien ist, dass sie die Selbstüberprüfung bzw. Selbstkontrolle ermöglichen. Das ist insbesondere in Phasen der Übung wichtig. Nur so kann ein Lernweg eigenständig sein. Gleichwohl verlieren Lehrer/innen nicht die Funktion als letzte Instanz der Kontrolle. Sie geben aber Verantwortung an die Schüler/innen ab, die z.B. auch im Rahmen des Expertensystems Kontrollen durchführen können.

Den Abschluss eines Lernabschnitts bildet eine Überprüfung. Die erfolgreiche Bearbeitung und der Erwerb einer Qualifikation werden den Schülern und Schülerinnen in einem Diplom bestätigt.